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2008: Junge Töne II in Oberwesel

Markus Stockhausen und die Freie Schule Seligenstadt im Konzert. Am Wochenende 15.-17. Juni 2007 trafen sich über 70 Kinder aus der Freien Schule Seligenstadt und der Grundschule Boppard-Buchholz zum Musizieren auf Burg Stahleck in Bacharach am Rhein.

 

Die Freie Schule nimmt mit diesem Projekt am Bundeswettbewerb „Kinder zum Olymp“ der Kulturstiftung der Länder und der Deutsche Bank Stiftung teil. Nach einer Vorabauswahl wurde das Projekt Mitte April bereits für die Endausscheidungsrunde des Wettbewerbs ausgewählt.

An beiden Schulen ist die musikalische Ausbildung integraler Bestandteil des Unterrichts. Die Schüler der Musikklasse aus Boppard lernen jeweils ein Streichinstrument, die Schüler der Freien Schule Seligenstadt können sogar wählen zwischen einen Streichinstrument und/oder einem Blasinstrument. „Die Kinder erleben dabei Musik als verbindende Kommunikationsform und intensives Gruppenerlebnis“, so Angela Groh, eine der Musiklehrerinnen aus Seligenstadt.

Der Tagesablauf war gut organisiert, die musikalische Arbeit war eingebunden in ein umfangreiches Angebot. „Die Kinder beginnen den Tag im Morgenkreis mit Singen, im Kanon sogar vierstimmig, und im Abendkreis werden die Ergebnisse der Kreativgruppen vorgestellt. Damit kommen auch die anderen Bedürfnisse der Schüler nicht zu kurz“, erläuterte Gerlind Hentschel, Grundschullehrerin aus Boppard-Buchholz.

Höhepunkt und Abschluss des Wochenendes war das Konzert in der 700 Jahre alten Liebfrauenkirche in Oberwesel. Die Kinder zogen singend mit dem Kanon „Alle sind wir da“ in die Kirche ein. Sie präsentierten ein buntes Programm aus Liedern, Streicher- und Bläserstücken und sogar einigen symphonischen Werken, darunter Vivaldis Frühling (in einer Bearbeitung von Sue Ferrers) und Scotland The Brave. Ein besonderer Genuss war die gemeinsame Improvisation mit dem international renommierten Trompeter und Komponist Markus Stockhausen, der tagsüber mit den Kindern bereits in einem Improvisationsworkshop gearbeitet hatte. Stockhausen war auch in zwei Solostücken zu hören, in denen er virtuos mit seinem Flügelhorn und der besonderen Akkustik der gotischen Liebfrauenkirche spielte. Zum Abschluss zogen die Kinder wieder singend mit dem Kanon „Alle sind weg“ aus der Kirche aus. Das Auditorium, darunter viele angereiste Eltern und Angehörige, applaudierte stehend und hätte gern noch mehr gehört – doch alle waren weg…

Autor: Thomas Meyer-Haugwitz
Veröffentlicht: 17.06.2007


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