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Vortrag: "Musikalische Erziehung"

Bericht zum Vortrag "Musikalische Erziehung" von Susanne Nagel.


Viele Themen zur musikalischen Erziehung ihrer Kinder, aber auch die Reflexion ihrer eigenen musikalischen Grundausbildung, wurden berührt beim Vortrag „Musikalische Erziehung“, zu dem am vergangenen Mittwoch Susanne Nagel in die Freie Schule Seligenstadt gekommen war. Nagel ist als selbstständige Musikerzieherin und Blockflöten-Lehrerin in Offenbach tätig und hatte viel Material zum Ausprobieren mitgebracht.

 

Ausgehend von der Frage, warum wir überhaupt Musik mit unseren Kindern machen, wurde die Bedeutung der Musik für die Kindesentwicklung erarbeitet. Das Ohr ist schon in der 6. Schwangerschaftswoche vollständig ausgebildet und hört Umgebungsgeräusche, vor allem das Herz der Mutter. Bei der Geburt werden über das Ohr die ersten Eindrücke aufgenommen. Die sog. „Rufton-Terz“, die wir alle über den Kuckuck oder den lauten „Hallo“-Ruf kennen stellt schon Musik dar, erweitert um die Quart aus „Komm mal he-er“ – Und schon hat man drei Töne für erste Kinderlieder.

 

Susanne Nagel warb für das gemeinsame Singen mit Säuglingen und Kleinkindern und hatte dazu eigens ein Liedblatt und Orffsches Instrumentarium mitgebracht. Ihr geht es in dieser Phase der musikalischen Erziehung auch um die Ausbildung der Eltern, die oftmals mangels Notenkenntnis sich selbst als unmusikalisch bezeichnen. Doch mit Kindern singen kann jeder.

 

Den optimalen Einstieg in die Instrumentenausbildung sieht Nagel erst nach dem Erwerb der Lesekompetenz, weil sonst das Kind überwiegend über das Gehör (sic!) spielt. Dabei sei die Blockflöte keineswegs ein Einsteigerinstrument, weil motorisch schon sehr komplexe Fähigkeiten erforderlich sind, um der Flöte schöne Töne zu entlocken. „Am besten ist es natürlich, wenn sich das Kind das Instrument selbst aussuchen kann“, sagte Susanne Nagel, z.B. im Rahmen einer Bläser- oder Streicherklasse, wie es die Freie Schule Seligenstadt ihren Schülern anbietet. Hier wird dann das erwählte Instrument an drei bis vier Tagen pro Woche im Orchester oder in Kleingruppen erlernt.

Mehr Informationen zu Susanne Nagel: www.mumiki.de

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