Besuch bei der „Halte Stelle Seligenstadt“
Kinder der Freien Schule Seligenstadt spenden Erlös des Spielzeugflohmarktes
Am Tag der offenen Tür der Freien Schule Seligenstadt hatten einige Kinder einen Spielzeugflohmarkt veranstaltet. Als Standgebühr gaben sie ein Spielzeug ab, dessen Verkaufserlös einem guten Zweck gespendet werden sollte. So kamen ca. 60,- Euro zusammen. Gemeinsam mit ihrer Pädagogin Alexandra Habel überlegten die SchülerInnen, welche Menschen in ihrer Umgebung bedürftig sind und sich über ihre Spende freuen würden.
Schnell war die „Halte Stelle Seligenstadt“ gefunden, die seit mehreren Jahren einmal wöchentlich Lebensmittel, welche Läden der Umgebung spenden, verteilt.
Je ein Kind der Entdecker-Gruppe (0. + 1. Klasse), der Siedler-Gruppe (2. – 4. Klasse) und der Eroberer-Gruppe (5. + 6. Klasse) kauften mit ihrer Pädagogin Milch, Joghurt und Butter ein und brachten die frischen Waren zusammen mit den übrig gebliebenen Spielsachen kurz vor „Halte Stellen“ Öffnung ins katholische Gemeindezentrum Sankt Marien.
Die drei Kinder halfen bei der Lebensmittelausgabe kräftig mit, gingen mit jeweils einem Kunden und einer Verkäuferin der „Halte Stelle“ an den Ausgabetischen entlang, sprachen mit den Menschen und kamen so ganz unkompliziert mit ihnen in Kontakt. Auch die mitgebrachten Spielzeuge fanden bei Familien mit Kindern strahlende Abnehmer.
Nach dem Einkauf konnten die Kunden, welche zu Beginn einen Euro bezahlten, bei Kaffee und Kuchen zusammensitzen.
Trotz alle Aktivität stellte sich bei den Kindern schnell Nachdenklichkeit ein; darüber, dass „bei uns“ Menschen gespendete Lebensmittel benötigen, um keinen Hunger haben zu müssen. Aber auch Freude stellte sich ein; darüber, wie erfüllend es ist, anderen zu helfen, ihnen dabei mit Respekt zu begegnen und aufrichtige Dankbarkeit zu spüren.
„Mir hat es Spaß gemacht. Ich würde noch mal zum Helfen herkommen“, stellte Anna-Lena (11 Jahre) am Ende des Nachmittages fest. So beeindruckend kann lebensnahes Lernen sein.
Text + Foto: Christiane Disser

