
Freie Schule präsentierte beeindruckendes Theaterprojekt
E=WIR2 über die Zukunft unseres Planeten
Montag, 22. Juni 2026
Unterstützt wurde das Vorhaben vom Kulturfond Frankfurt Rhein-Main im Rahmen der „KUNSTVOLL-Projekte“. Nach einem Jahr intensiver gemeinsamer Arbeit präsentierten die Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufe ein außergewöhnliches Bühnenstück zum Thema Umwelt, Klimawandel und gesellschaftliche Verantwortung – selbst entwickelt, selbst gestaltet und voller Ausdruckskraft auf die Bühne gebracht.
Besonders bemerkenswert: Die Jugendlichen waren nicht nur Darstellerinnen und Darsteller, sondern zugleich die Autorinnen und Autoren des Stücks unterstützt von Theaterpädagogin Lena Disser und Klassenlehrerin Katharina Vogel. Aus ihren Gedanken, Sorgen, Hoffnungen und Visionen entstand eine facettenreiche Inszenierung, die aktuelle Umweltkrisen ebenso thematisierte wie die Macht und Kraft des Miteinanders. Zukunftsängste, Umweltzerstörung, Müllvermeidung, Tierschutz, die Folgen von Wegwerfmentalität sowie die Bedrohung von Wäldern und Natur standen dabei im Mittelpunkt.
Entstanden ist eine temporeiche Performance, die unterschiedlichste Theaterformen miteinander verband: Improvisation, Sprech- und Erzähltheater, Tanz, „Clowning“ und sogar Stelzenlauf verschmolzen zu einem eindrucksvollen Gesamtkunstwerk. Szenen voller Fantasie, Humor und Tiefgang wechselten sich mit bewegenden Momenten ab und zeigten die Jugendlichen als souveräne Akteure auf der Bühne. Dabei wurden auch die Zuschauer aktiv in das Geschehen mit einbezogen und zum Nachdenken angeregt.
Ein besonderer Höhepunkt war der Gesangsauftritt eines Schülers mit dem bekannten Titel „Muss nur noch kurz die Welt retten“. In den Kontext des Stücks eingebettet wurde das Lied zu einer eindringlichen Parabel über ständige Erreichbarkeit, digitale Reizüberflutung und den Verlust der Verbindung zur Natur.
Auch das Bühnenbild setzte starke Akzente. Im Zentrum stand ein illuminierter Kubus, der während der gesamten Aufführung präsent blieb. Symbolisch für die Auswirkungen des Klimawandels veränderte er durch Licht, Musik, Farbe und Projektionen seine Wirkung und öffnete sich immer wieder zu einer Arena für die Darstellerinnen und Darsteller. So wurde das Bühnenbild selbst zum erzählerischen Kernstück der Inszenierung.
Unterstützt wurden die Jugendlichen von einem professionellen Team. Die Bühnenbildnerin Nicole Fecher aus Seligenstadt begleitete die Entwicklung der visuellen Gestaltung, die Kostümdesignerin Josephine Bergmann aus Berlin entwarf gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die Kostüme, während die finnische Choreografin Anna Orkolainen die tänzerischen Elemente und Bewegungsabläufe erarbeitete. Für die technische Umsetzung von Licht, Ton und Bild sorgte eine erfahrene Technikerin, die die vielfältigen Szenen wirkungsvoll in Szene setzte. Ein Schüler entwarf die fantasievollen Plakate und begleitete das Projekt mit der Kamera.
Die Premiere zeigte eindrucksvoll, wie engagiert und kreativ junge Menschen gesellschaftliche Herausforderungen aufgreifen können. Mit viel Leidenschaft und großer Ernsthaftigkeit gelang es ihnen, ein bewegendes Zeichen für Umweltbewusstsein, Zusammenhalt und Hoffnung zu setzen.